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InsightArt ist die erste Forschungs- und Entwicklungsmethode, die konsequent und systematisch an Insights aus der Konsumentenpsychologie ansetzt. Sie eignet sich für die Entwicklung von Strategien, Produktinnovationen, Kommunikationsdesigns etc., also für alle Innovationen, die den richtigen Nerv der Konsumenten treffen müssen, um erfolgreich zu sein.

Ein wichtiger Grundpfeiler von InsightArt ist das sinnliche Denken (Visualthinking). Erfolgreich sind Ideen dann, wenn sie die Vorstellungswelt der Konsumenten ansprechen und am relevanten Assoziationsraum aus Wünschen, Verheißungen oder ggf. auch Ängsten andocken.

Was ist das Besondere an InsightArt?

Konsumentenpsychologie: Unbewusste Kauf- und Verwendungsmotive ermitteln

Fragt man Konsumenten mithilfe von z.B. Fragebögen nach ihren Kaufmotiven für bestimmte Produkte, erhält man oft eher oberflächliche Antworten, z.B.: guter Preis oder gute Qualität des Produktes. Die tatsächlichen Motive sind den Konsumenten meist selbst nicht bewusst. Manche Motive sind auch nicht besonders schmeichelhaft, z.B. wenn man ein Produkt aus Neid oder Gier kauft oder eine Art „Aberglaube“ dahinter steckt. So schließt man z.B. eine Versicherung unbewusst nicht deshalb ab, um im Schadensfall abgesichert zu sein, sondern es steckt auch immer ein wenig Aberglaube dahinter: die Versicherung bewahrt einen vor Schaden wie ein Talisman oder ein Schutzengel. Das möchte man sich auch gar nicht bewusst machen, schon weil es dem eigenen Selbstbild eines rational denkenden Menschen widerspricht.

Weitere Beispiele: Geht es beim Kauf von Gesundheitsprodukten wirklich nur um Gesundheit, oder steckt der heimliche Wunsch nach Unsterblichkeit dahinter? Möchte man als Heimwerker wirklich nur – aus praktischen Gründen – ein Regal selbst bauen, oder steckt da auch der Stolz auf ein eigenes Werk dahinter, das einen zum Heimwerken antreibt und man fühlt sich wie ein kleiner Held, wenn man es geschafft hat?

Psychologischer Code: Dreh- und Angelpunkt für die Ideenentwicklung

Diese unbewussten Motive sind oft die eigentlichen Trigger, die ein Produkt attraktiv machen, sodass es für die Entwicklung neuer Produkte wertvoll oder sogar grundlegend ist, diese Motive zu kennen. In der Analysephase von InsightArt wird der grundlegende psychologische Code ermittelt, der auch die unbewussten Bedürfnisse und Kaufmotive der Konsumenten enthält. Rationale Motive wie der Preis oder Motive, welche die Usability / praktische Handhabbarkeit betreffen, spielen ebenfalls eine Rolle – jedoch nur untergeordnet.

Im InsightArt Prozess spricht man daher in tiefenpsychologischen Interviews (mindestens zweistündig) mit Konsumenten ausführlich über ein Produkt. Dabei kommen ausschließlich psychologisch geschulte Interviewer zum Einsatz, die sich mit speziellen Fragetechniken auskennen. Bei der Analyse mehrerer Interviews wird dann der psychologische Code ermittelt, z.B.: Wunsch nach Unsterblichkeit oder Heimwerker-Held.

Systematisierung der Ideenentwicklung: Freiheit UND Sicherheit statt entweder-oder

Die Ausrichtung an Forschungsergebnissen bedeutet jedoch nicht, dass die Freiheit der Ideenentwicklung eingeschränkt wird. Aufgrund der speziellen Systematik von InsightArt (siehe vor allem: Ideenschlüssel) lassen sich auch revolutionäre Ideen entwickeln, die dennoch durch Forschung abgesichert sind. Die Ideenschlüssel verbinden die Forschungsergebnisse mit der Ideenentwicklung und bieten eine Art Sprungbrett für den kreativen Prozess.

Sinnliches Denken: Kreative Grundhaltung im gesamten Prozess

InsightArt nutzt die Kraft des sinnlichen Denkens durchgängig im gesamten Prozess. Dadurch wird nicht nur der relevante Assoziationsraum der Konsumenten sichtbar gemacht, sondern auch eine direkte Verbindung von der Forschung zur kreativen Entwicklungspraxis geschaffen. Das zahlt sich besonders aus, wenn es um die Entwicklung von Produkt- oder Kommunikationsdesigns geht. Man erhält ganz konkrete Hinweise darauf, welche Vorstellungsbilder z.B. mit Gesundheitsprodukten oder Versicherungen verbunden werden, oder welche Farbe und Form Gesundheit oder Sicherheit in der Vorstellung der Konsumenten hat. Aber auch für Themen jenseits des Designs – z.B. Dienstleistungen – erhält man wichtigen zusätzlichen Input. Wird z.B. die Farbe Rot häufig gewählt, kann dies auf Leidenschaftlichkeit hinweisen.

InsightArt Prozess im Überblick

Im Folgenden wird der InsightArt Prozess im Überblick kurz erläutert. Die einzelnen Phasen des Prozesses werden im Menüpunkt InsightArt Prozess noch einmal ausführlich beschrieben. Dort werden auch verschiedene Verfahren für die einzelnen Phasen vorgeschlagen, mit denen sie sich in der Praxis umsetzen lassen.

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1 Psychologische Forschung

Im Forschungsprozess wird das Materiel für die Analyse des psychologischen Codes erhoben. Es wird untersucht, welche psychologische Bedeutung Produkte für Konsumenten im Alltag haben mit dem Ziel, die grundlegenden Kauf- und Verwendungsmotive – mit besonderem Fokus auf die unbewussten Motive – zu ermitteln. Damit der psychologische Code analysiert werden kann, muss man genau wissen, welche Rolle ein Produkt oder eine Dienstleistung im Leben der Konsumenten spielt. Was sind die unbewussten Beweggründe, ein Produkt zu kaufen, jenseits der Begründungen, die man sich selbst dafür konstruiert (z.B. günstiger Preis)?

2 Analyse von Code und Grundstruktur

In der Analyse wird der psychologische Code ermittelt. Dieser Code ist jedoch nicht statisch, sondern besitzt eine spannungsvolle Grundstruktur. Man kann hier auch von einer „Dramaturgie“ sprechen. Am Beispiel Gesundheitsprodukte kann die Dramaturgie z.B. in einem Zwiespalt liegen: das Leben genießen mit allen ungesunden „Sünden“, oder ständig auf seine Gesundheit achten und auf Genuss verzichten? Ähnliche Spannungsfelder gibt es auch bei anderen Produkten. Verschiedene Zielgruppen unterscheiden sich darin, wie sie mit dieser Spannung umgehen, sodass man mit der Kenntnis der Grundstruktur des Codes auch auf verschiedene Zielgruppen eingehen kann.

3 Ideenschlüssel

Einerseits müssen die Ideen sich möglichst eng an den Forschungsergebnissen ausrichten. Andererseits muss man den festen Rahmen der Ergebnisse aber auflösen, weil sonst nichts Neues entstehen kann. Die Ideenschlüssel bieten eine systematische Lösung für dieses Dilemma. Sie bilden eine Art Suchfeld-Matrix. Hier kann man den psychologischen Code und seine Grundstruktur einordnen, um die passenden Fragestellungen und Kreativtechniken für die Ideenentwicklung zu ermitteln. Dadurch lassen sich Ideen gezielt für bestimmte Zielgruppen entwickeln, z.B. Gesundheitsprodukte für Konsumenten, die nicht auf Genuss verzichten möchten.

4 Ideenentwicklung

Das Suchfeld, das mithilfe der Ideenschlüssel ermittelt wurde, ähnelt einem Kern, um den konzentrische Kreise gezogen werden. Der Kern ist der psychologische Code. Man kann bei der Ideenentwicklung nah am Kern bleiben oder sich auf weit entfernten Kreisbahnen bewegen. Der Kern, also der psychologische Code, bleibt immer im Mittelpunkt. Indem man die Fragestellung und Kreativtechniken konsequent vom psychologischen Code als Dreh- und Angelpunkt ableitet, beziehen sich die entwickelten Ideen automatisch auf den Code. Dadurch hat man bei der Ideenentwicklung die volle kreative Freiheit, ohne die Forschungsergebnisse dabei aus den Augen zu verlieren.

5 Sinnliche Forschung / Visualisierung

Das sinnliche Denken durchzieht den gesamten Prozess. In der Forschungsphase wird nicht nur mit verbalen Mitteln gearbeitet, sondern auch sinnliches Material erhoben, siehe den Menüpunkt InsightArt Prozess: Sinnliche Forschung. Das Material aus den sinnlichen Forschungsverfahren wird analysiert und zum Bestandteil des psychologischen Codes. Es fließt dann unmittelbar in die Ideenentwicklung mit ein und bietet eine ganz konkrete Inspirationsgrundlage für die Gestaltung von z.B. Produkt-, Verpackungs- oder Werbedesigns.